Warum muss ich mein Tier entwurmen?

Hunde und Katzen können sich auf sehr vielfältige Weise immer wieder mit Würmern infizieren (durch Flöhe, Herumstreunen, kontaminierten Boden und sogar durch die Muttermilch). Ein Kontakt mit diesen Parasiten lässt sich daher nicht verhindern. Die regelmäßige Behandlung mit einem wirksamen Entwurmungsmittel ist die einzige praktikable Bekämpfungsmaßnahme. Eine Wurmkur hat keine anhaltende Wirkung, sondern kann nur Würmer und Entwicklungsstadien zum Zeitpunkt der Anwendung bekämpfen. Daher können in Abhängigkeit von den Lebensumständen Ihres Tieres sehr engmaschige Behandlungen sinnvoll sein. 

In welchem Alter sollte ich mit der Entwurmung meines Tieres beginnen?

Hundewelpen können schon vor der Geburt mit Wurmlarven von der Mutter infiziert werden und auch über die Muttermilch Wurmlarven aufnehmen. Die erste Behandlung wird deshalb im Alter von 2 Wochen empfohlen, gefolgt von weiteren Behandlungen in kurzen, regelmäßigen Abständen bis zum Alter von 3 Monaten. Zeitgleich sollte die Mutterhündin behandelt werden. Katzenwelpen sollten aufgrund der Übertragung von Spulwurmlarven über die Muttermilch das erste Mal im Alter von 3 Wochen gefolgt von weiteren Behandlungen im Abstand von je 14 Tagen bis 14 Tage nach der letzten Aufnahme von Muttermilch.1

Eine gleichzeitige Behandlung der Mutter ist sinnvoll, um eine weitere Übertragung von Wurmlarven über die Muttermilch zu verhindern.1
 

1. ESCCAP, Bekämpfung von Würmern (Helminthen) bei Hunden und Katzen, 2014

Wie erkenne ich, ob mein Tier Würmer hat?

Einen Wurmbefall Ihres Tieres können Sie oft nicht erkennen, da er nicht immer mit deutlichen Anzeichen einhergeht. Deshalb lassen Sie Ihr Tier am besten regelmäßig tierärztlich auf einen Wurmbefall untersuchen. Einige Anzeichen können jedoch darauf hinweisen, dass Ihr Tier Würmer hat:

  • „Schlittenfahren“: Ihr Hund zieht sich in sitzender Position über den Teppich
  • Erbrechen*
  • Durchfall oder übelriechender Kot*
  • Glanzloses, stumpfes Fell
  • Appetitverlust
  • Fehlende Energie
  • Dick erscheinender Bauch, vor allem bei Hunde- und Katzenwelpen
  • Atmungsprobleme/Würgen
  • Jegliche Art allgemeiner Verhaltensänderungen

Für viele dieser Symptome kommen natürlich unterschiedliche Ursachen in Frage. Wenn Sie einen Wurmbefall vermuten, sollten Sie Ihren Tierarzt darauf ansprechen.

* Bei genauer Betrachtung können manchmal Würmer im Kot oder im Erbrochenen festgestellt werden. Falls dies nicht der Fall ist, schliesst das aber einen Wurmbefall keinesfalls aus, denn Wurmlarven und Wurmeier sind mikroskopisch klein.

Mit welchen Würmern kann sich mein Tier infizieren?

Hunde und Katzen können sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Würmer infizieren. Hunde sind empfänglich für Spulwürmer, Lungenwürmer, Bandwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer und Augenwürmer. Bei Katzen können Infektionen mit Spul- und Hakenwürmern, sowie mit Lungen- und Bandwürmern auftreten. Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen kommt außerdem ein Herzwurmbefall vor.

Wie entwurme ich mein Tier?

Am wirkungsvollsten ist die Behandlung Ihres Tieres mit einem Entwurmungsmittel, das die bedeutendsten Wurmarten abtötet. Elanco bietet hierzu ein bewährtes Präparat an. Ihr Tierarzt/ Ihre Tierärztin kann Ihnen das für Ihr Tier am besten geeignete Entwurmungsmittel empfehlen und Auskunft über die Häufigkeit der Behandlung geben.

Muss ich mein Tier außer gegen Würmer auch gegen Flöhe behandeln?

Flöhe können bestimmte Arten von Bandwürmern beherbergen und übertragen. Erfolgt keine Bekämpfung eines Flohbefalls zum Zeitpunkt der Entwurmung, kann sich Ihr Tier erneut mit Bandwürmern infizieren. Entwurmungsmittel verhindert keinen Flohbefall. Fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach einem wirksamen Mittel zur Behandlung gegen Ektoparasiten (außen auf dem Tier lebende Parasiten), um die Flöhe zu bekämpfen.

Muss ich mein Tier außer gegen Würmer auch gegen Zecken behandeln?

Zecken sind kleine Parasiten, die bei Tieren und beim Menschen Blut saugen. Ihr Stich kann Reizungen hervorrufen, Abszesse verursachen und Krankheiten übertragen. Entwurmungsmittel verhindert keinen Zeckenbefall. Fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach einem wirksamen Mittel zur Behandlung gegen Ektoparasiten (außen auf dem Tier lebende Parasiten), um die Zecken zu bekämpfen. 

Muss ich zur Entwurmung meines Tieres einen Tierarzt aufsuchen?

Leider gibt es keine Maßnahmen, die eine Infektion Ihres Tieres mit Würmern hundertprozentig verhindern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Tier regelmäßig mit einem tierärztlich verschriebenen Entwurmungsmittel behandeln, das eine bewährte Wirkung gegen die wichtigsten Wurmarten bietet. Da eine Wurmkur keine anhaltende Wirkung besitzt, sondern nur Würmer und Entwicklungsstadien zum Zeitpunkt der Anwendung bekämpfen kann, werden Sie in Ihrer Tierarztpraxis in Abhängigkeit von den Lebensumständen Ihres Tieres Empfehlungen zur Häufigkeit der Behandlungen bekommen.

Können Menschen durch ihr Tier mit Würmern infiziert werden?

Eine Übertragung von Würmern auf den Menschen kann auf verschiedenen Wegen stattfinden: z.B. bei der Fellpflege, durch Streicheln (Wurmeier im Fell), Kontakt mit dem Gesicht (Küssen, Lecken eines Hundes, dessen Speichel infiziert ist) sowie über Flöhe und durch die Umwelt(z.B.Sandkasten, Boden, etwas essen, das auf den Boden gefallen ist). Der beste Schutz für Ihre Familie besteht darin, sicherzustellen, dass keine Würmer von Ihrem Tier übertragen werden können. Durch sorgfältige Hygiene und die regelmäßige Behandlung Ihres Tieres mit einem Breitspektrum-Entwurmungsmittel gelingt dies am besten.